HEILPFLANZEN

Physalis alkekengi - Lampionblume

Lampionblume (syn. Blasenkirsche, Judenkirsche, Teufelskirsche)
Physalis alkekengi - Lampionblume
Physalis alkekengi - Lampionblume
Physalis alkekengi - Lampionblume
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VORKOMMEN

Die Lampionblume ist heimisch in Mittel-, Südeuropa und Südasien; nach Amerika wurde sie verpflanzt. Die Pflanze kommt zerstreut vor, oft aber auch in dichten Beständen in Gebüschen, in Wäldern, Holzschlägen, auf Böschungen und steinigen Halden. Oft auch als Unkraut in Weinbergen vorkommend. Die Pflanze bevorzugt kalkhaltigen Boden.
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MERKMALE

Physalis wird 30–60 cm hoch, sie ist einfach oder verzweigt. Die ganze Pflanze ist kurz und abstehend behaart. Die Blätter sind breit eiförmig, spitz, ganzrandig oder buchtig geschweift und im Stiel verschmälert. Die Blüten sitzen auf kurzen abwärts gebogenen Stielen. Die Krone ist flach ausgebreitet, grünlich-weiss, behaart mit einem Durchmesser von 1,5–2,5 cm. Die Staubblätter sind hellgelb. Der Kelch ist zur Fruchtzeit lampionartig aufgeblasen, 2,5–5 cm lang, orangerot, eine mennigrote, glänzende Beere von ca. 1 cm Durchmesser umhüllend. Die Blütezeit ist Mai bis August.
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DROGEN (verwendete Pflanzenteile)

Fructus Alkekengi (syn. Baccae Alkekengi); Judenkirsche (syn. Blasenkirsche).
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WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE

PhysalinPhysalien, Kryptoxanthin und die Bitterstoffe Physalin. Im Weiteren 0,5 % Asche, 0,5 % Säuren, 2 % Zucker, 0,4 % Vitamin C, 0,7 % Pektin, 0,2 % Harze und 11 % Fette in den Samen.
Physalin A kommt in der ganzen Pflanze vor.
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ANWENDUNG

Früher als Diureticum, bei Gicht, Rheuma und Gelbsucht. Die frischen Beeren sind essbar.
Zubereitung: 60 g der Beeren als Dekokt oder 30 g des Saftes der frischen Beeren.
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HOMÖOPATHIE

Physalis alkekengi HAB 1; Judenkirsche, die frischen, reifen Beeren.
Anwendungsgebiet: Erkrankungen der Niere und ableitenden Harnwege.
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SONSTIGES

Vom griechischen Wort physalis (Blase) ist der Gattungsname Physalis übernommen. Er bezieht sich auf den aufgeblasenen Kelch. Die Namen Lampionblume und Judenkirsche wurden wegen der aufgeblasenen roten Fruchtkelche übernommen, da sie der Kopfbedeckung der Juden im Mittelalter ähneln. Paracelsus verordnete die Lampionblume als nierenstärkendes und diuretisches Mittel. Die diuretischen Eigenschaften wurden schon in den Kräuterbüchern des Mittelalters erwähnt.
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Letzte Änderung: 03.10..2016 / © W. Arnold
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Spacer Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008.
Spacer M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002.
Spacer Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg.
Spacer Wikipedia; Freie Enzyklopädie.
Spacer L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988.
Spacer M. Pahlow: Das grosse Buch der Heilpflanzen; Nikol Verlag, 2013.

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Spacer Wikipedia

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Physalis alkekengi - Lampionblume
Physalis alkekengi - Lampionblume
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  Ordnung
Familie
Gattung
Solanales
Solanaceae
Physalis
  Wiss. Bez. Physalis alkekengi

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Spacer Als Gartenpflanze ist die Lampionblume recht pflegeleicht und nicht besonders anspruchsvoll,