HEILPFLANZEN

Oleander - Nerium oleander

Nerium oleander (syn. Nerium laurifolium);
Oleander (syn. Rosenlorbeer).
Nerium oleander - Oleander
Nerium oleander - Oleander
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VORKOMMEN

Heimisch im Mittelmeergebiet (Marokko, Südspanien). In Mitteleuropa häufig als dekorative Topf- und Kübelpflanze kultiviert.
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MERKMALE

Der Oleander ist eine immergrüne verholzende Pflanze. Die normalerweise zu dritt, quirlig am Ast angeordneten Laubblätter sind ledrig, dunkelgrün und bei einer Länge von 6 bis 10 cm lanzettförmig.
Die Blütezeit erstreckt sich von Mitte Juni bis in den September hinein. Mehrere Blüten stehen in einem trugdoldigen Blütenstand zusammen. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig. Die Blütenkronblätter sind, je nach Sorte und Züchtung, weiss, gelblich oder in verschiedenen Rosa- bis Violetttönen.
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DROGEN (verwendete Pflanzenteile)

Oleandri folium (syn. Folia Nerii, Folia Nerii Oleandri, Folia Oleandri); Oleanderblätter (syn. Rosenlorbeerblätter), die getrockneten Laubblätter.
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WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE

OleandrinDie Droge enthält bis zu 3 % Cardenolid Cardenolide. Oleander enthält unter anderem das giftige Glykosid Oleandrin.

Im Weiteren sind Flavonglykoside, Triterpene und Polysacharide vorhanden.
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ANWENDUNG

Früher wurde eingestelltes Oleanderpulver (Oleandri pulvis normatus) bei Herzmuskelschwäche, Altersherz und dekompensierter Herzinsuffizienz eingesetzt. Diese Anwendung ist heute obsolet, die Kommission E schreibt dazu:

Ausreichendes Erkenntnismaterial zur Wirksamkeit sowie zur Pharmakokinetik bzw. Wirkkinetik von Zubereitungen aus Oleanderblättern liegt nicht vor.
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Eine Korrelation zwischen dem chemisch bestimmten Oleandringehalt und dem biologischen Wirkwert der Droge ist nicht gegeben. Angaben zu Anwendungsgebieten sowie zu der erforderlichen Dosierung sind somit nicht möglich.
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Da die Wirksamkeit von Zubereitungen aus Oleanderblättern nicht ausreichend belegt ist, kann auch im Hinblick auf die mangelhafte Korrelation zwischen dem Gehalt an einzelnen Glykosiden und dem Wirkwert der Droge eine therapeutische Anwendung von Oleander-blättern nicht vertreten werden.
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PHARMAKOLOGIE

Oleander enthält als pharmakologisch relevanten Inhaltsstoffe herzwirksame Cardenolidglykoside. Herzwirksam sin die Monoglykoside Oleandrin und die Odoroside, während Oleaside und Adynerin keine Wirkung auf das Herz besitzen.
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ZUBEREITUNG UND DOSIERUNG

Heute ist die Anwendung von Oleander obsolet!
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OLEANDER IM GARTEN

OleanderDie Heimat des Oleanders ist der Mittelmeerraum. Weltweit sind etwa 400 verschiedenen Sorten bekannt. im Sommer braucht der Oleander einen vollsonnigen Standort mit viel Wärme, zudem sollte er vor Wind und Regen geschützt sein.
Als Pflanzsubstrat ist normale Blumenerde geeignet, auch Gartenerde bietet sich an, die ein wenig angepasst wird. Mischen sie Blumenerde mit sandiger Kakteenerde, Blähton, Lavagrus, Kalk und Steinmehl.
Der Oleander hat einen hohen Wasser und Nährstoffbedarf. Er verträgt auch kurzzeitig Staunässe, also Wasser im Untersetzer. Düngen sie ihn alle 2 Wochen mit einem Blumendünger der viel Phosphor und Kali enthält.
Oleander im Topf gepflanzet ist nicht winterhart (kurzzeitig bis -5 °C) und sollte vor den ersten Nachtfrösten an einen hellen frostgeschützten Ort mit einer Temperatur von 5 bis 10 Grad gebracht werden. So kann er auch nur an frostfreien Lagen ausgepflanzt werden.
Bei der Pflege des Oleanders genügt es, wenn sie ihn im Frühjahr etwas zurückschneide, tragen sie dazu immer Handschuhe.
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SONSTIGES

Der Name Oleander stammt von den zwei Wörtern olea für Öl und andreios für stark, kräftig ab. Der Gattungsname Nerium leitet sich vom lateinischen Wort nerium für nass ab und weist somit auf den bevorzugten natürlichen Standort dieser Pflanze in Tälern von Fliessgewässern (ähnlich vielen Weiden-Arten) hin.
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Letzte Änderung: 02.06.2015 / © W. Arnold

 
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Spacer Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008.
Spacer M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002.
Spacer Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg.
Spacer Wikipedia; Freie Enzyklopädie.
Spacer L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988.
Spacer M. Pahlow: Das grosse Buch der Heilpflanzen; Nikol Verlag, 2013.

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Spacer Wikipedia

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Nerium oleander - Oleander

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  Ordnung
Familie
Gattung
Gentianales
Apocynaceae
Nerium
  Wiss. Bez. Nerium oleander

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Spacer Für Oleander-Zubereitungen kommen die gleichen unerwünschten Wirkungen in Frage wie für die Digitalisglykoside.

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Spacer ! Alle Pflanzenteile sind giftig. Bei der akzidentellen Einnahme von Teilen von Nerium Oleander sowie der Einnahme eines Teeaufgusses aus Oleanderblättern sind Vergiftungen mit z.T. letalem Ausgang aufgetreten.

Kommission E: negative Bewertung!