Pfifferling - Cantharellus cibarius

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Volksname: Pfifferling, Eierpilz, Rehling
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Die Zeiten sind vorbei, wo man in Tannendickichten kiloweise Pfifferlinge oder Eier­schwämme sammeln konnte - zumindest dort, wo alljährlich Scharen von Pilzsuchern auch die kleinsten Pfifferlinge mit dem anhängenden Bodengeflecht ausreissen. Wegen des über Wochen sich hinziehenden Wachstums bleibt so leicht keiner der weithin sichtbaren Pilze unentdeckt. Hinzu kommt, dass der Pfifferling wegen seiner Haltbarkeit der beliebteste Marktpilz ist. So wurde er zum Prototyp jener Pilzarten, die in weiten Gebieten von der Ausrottung bedroht sind. Kalkdüngung der Wälder und Luftver­schmutzung durch Abgase mögen diesen rapiden Rückgang mit verursachen. Wie empfindlich das Bodenmyzel auf solche Umweltveränderungen reagiert, weiss man noch nicht genau.
Ganz junge und ganz alte Pfifferlinge sollte man stehenlassen und die anderen abschneiden oder sanft ausdrehen, anstatt sie herauszureissen. Zur Kennzeichnung des Pilzes genügt der Hinweis auf die gegabelten Leisten der Hutunterseite. Es gibt mehrere Varietäten, die sich verschiedenen Baumarten zuordnen lassen.
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Pfifferling - Cantharellus cibarius
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Pfifferling - Cantharellus cibarius
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Pfifferling - Cantharellus cibarius
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Wenn man den Pfifferling wachsen lässt wird er bei guten Bedingungen beachtlich gross - so war dieses tadelose Exemplar bei 14 cm Durchmesser 165 Gramm schwer.
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Pfifferking - Grosses Exemplar
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Pfifferling, Eierschwamm
Grosse frische Pfifferlinge wie hier findet man heute selten. Ihr Geruch ist unvergleichlich und für die Küche ist er ein Gedicht. Der Pfifferling lässt sich durch einfrieren gut konservieren.
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Beschreibung des Pilzes

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Hut

1-12 cm, dottergelb (im Buchenwald oft fast weiss), anfangs gewölbt mit eingerolltem Rand, dann kreisel- bis trichterförmig mit wellig-gelapptem bis flatterigem Rand, kahl.

Fruchtschicht

dottergelb, leistenartig, wiederholt gegabelt, oft netzig verbunden, am Stiel weit herablaufend.

Stiel

hellgelb bis dottergelb, nach oben verdickt und allmählich in den Hut übergehend.

Fleisch

gelblichweiss, gelb gerandet, fest, im Stiel längsfaserig.

Geruch / Geschmack

Der Geruch des Pilzes ist typisch (nach Aprikosen). Fleisch mit leicht scharfem Geschmack.

Sporen

elliptisch, glatt, 7-11 x 4-6.5 µm. Sporenpulver blass gelb.

Verwechslung

mit dem minderwertigen falschen Eierpilz (Hygrophoropsis aurantiaca); mit dem giftigen leuchtenden Oelbaumpilz (Omphalotus olearius); mit dem essbaren Semmel-Stoppelpilz (Hydnum repandum).

Vorkommen

Juni-Oktober. Laub- und Nadelwald, häufig, aber leider in der Umgebung grösserer Ortschaften durch unvernünftiges Sammeln fast ausgerottet.

Bemerkungen

beliebtester Speisepilz, wohlschmeckend, aber schwer verdaulich; nicht zum Trocknen geeignet.
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