HEILPFLANZEN

Curcuma longa - Curcuma, Kurkuma

Curcuma domestica Val. (syn. Amomum curcuma, Curcuma longa);
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Gelbwurzel (syn. Kurkuma).
Curcuma - Curcuma longa
Gelbwurzel
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VORKOMMEN

Curcuma stammt ursprünglich aus Indien, wird heute weltweit in vielen tropischen Gebieten angebaut (China, Indien, Indonesien, Malaysia, Madagaskar). Die Wurzelstöcke stammen ausschließlich aus dem Anbau. Die Pflanze verlangt ein sehr warmes, feuchtes Klima und reichlich Wasserversorgung.
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MERKMALE

Ausdauernde, aufrechte und bis  zu  1.2 m hoch werdende tropische Rhizomstaude mit sehr großen Blättern. Es werden stark verzweigte, gelbe bis orange, zylindrische, aromatische Rhizome als Überdauerungsorgane ausgebildet. Das Rhizom ähnelt stark dem des Ingwers, ist jedoch intensiv gelb gefärbt.
Die wechselständig angeordneten, kahlen Laubblätter sind in Blattscheide, Blattstiel und Blattspreite unterteilt. Aus den Blattscheiden wird ein Scheinstamm gebildet. Der Blattstiel kann  bis zu  45 Zentimeter lang werden. Die einfachen Blattspreiten sind bei einer Länge von bis zu 90 Zentimeter und einer Breite von 15 bis 18 Zentimeter länglich bis elliptisch mit sich verschmälernden Spreitenbasis und kurz zugespitztem oberen Ende.
Endständig auf dem Scheinstamm steht über einem 12 bis 20 Zentimeter langen Blütenstandsschaft ein bei einer Höhe von 12 bis 18 Zentimeter und einem Durchmesser von 4 bis 9 Zentimeter zylindrischer, ähriger Blütenstand, der viele Blüten enthält.
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DROGEN (verwendete Pflanzenteile)

Curcumae longae rhizoma (syn. Rhizoma Curcumae, Rhizoma Curcumae longae); Kurkumawurzelstock (syn. Gelbwurzelstock, Gilbwurzel, Gurkumei), gebrühte und getrocknete Wurzelstöcke.
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WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE

TumeronDie Droge enthält im Durchschnitt etwa 3 bis 5 % ätherisches Öl.  Hauptbestandteil des Öls sind die Sesquiterpenketone mit etwa 60 %:  ar-Turmeron, α- und  β-Turmeron (Turmerone sind im wesentlichen verantwortlich für den Geruch des Öls),  Atlanton und  Curlon. Weitere Bestandteile sind Zingiberen  (etwa 25 %), Curcumol und geringe Mengen a-Phellandren, Sabinen, Cineol und Borneol .
Im Rhizom sind bis zu 5 % Curcuminoide enthalten, die wichtigsten sind: Curcumin, Monodesmethoxycurcumin, Didesmethoxycurcumin und Bisdesmethoxycurcumin. Das Verhältnis der Verbindungen variiert je nach Herkunft der Droge relativ stark.
In der Droge enthalten sind 30 bis 40 % Stärke.
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PHARMAKOLOGIE

CurcuminExperimentell gut belegt ist die choleretische Wirkung des Curcumins. Weitere Hinweise bestehen für eine cholecystokinetische und deutlich antiphlogistische Wirkung.
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ANWENDUNG

KurkumaDyspeptische Beschwerden (Kommission E).
Aufgrund der cholagogen Eigenschaften von Curcumin ist die Anwendung bei dyspeptischen Beschwerden plausibel, speziell bei Völlegefühl nach den Mahlzeiten und vermehrtem Meteorismus.

In pharmakologischen Untersuchungen wurde eine Vielzahl weiterer Wirkungen ermittelt, wie antioxidative, radikalfangende, entzündungshemmende, antimikrobielle, tumorhemmende Wirkungen. Obwohl diese Wirkungen vielfach in klinischen Studien bestätigt wurden, sind sie für die Anwendung der Droge aktuell von untergeordneter Bedeutung.
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ZUBEREITUNG UND DOSIERUNG

Curcuminoide sind schlecht wasserlöslich und die oben genannten Wirkungen wurden fast ausschließlich mit alkoholischen Extrakten erzielt. Aus diesem Grund sind qualitativ hochwertige (standartisierte) Fertigpräparate zu bevorzugen.

Wenn man trotzdem eine Teebereitung zubereiten will, dann folgendermassen:
Als Tagesdosis etwa 2 g fein geschnittener Curcumawurzelstock mit ca. 150 ml siedendem Wasser übergießen und nach 10 bis 15 min durch ein Teesieb zu filtrieren.
Letzte Änderung: 22.09.2015 / © W. Arnold
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Spacer Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008.
Spacer M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002.
Spacer Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg.
Spacer Wikipedia; Freie Enzyklopädie.
Spacer L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988.
Spacer M. Pahlow: Das grosse Buch der Heilpflanzen; Nikol Verlag, 2013.

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Spacer Wikipedia
Spacer W. Häge: Curcuma longa - Seine Wirkungen insbesonder bei Krebserkrankungen (156 KB)
Spacer Alternative Medicine Review Monographs: Curcuma longa (PDF, 554)

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Curcuma longa - Curcuma

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  Ordnung
Familie
Gattung
Zingiberales
Zingiberaceae
Curcuma
  Wiss. Bez. Curcuma longa

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Spacer Kurkuma dient ferner als Gewürz und ist farbgebender Bestandteil des Currypulvers.

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Spacer Gegenanzeigen: Verschluß der Gallenwege.
Bei Gallensteinleiden nur nach Rücksprache mit einem Arzt anzuwenden.

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Spacer Kommission E:
- positive Bewertung