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Spacer Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008.
Spacer M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002.
Spacer Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg.
Spacer Wikipedia; Freie Enzyklopädie.
Spacer L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988.
Spacer M. Pahlow: Das grosse Buch der Heilpflanzen; Nikol Verlag, 2013.

 

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Spacer Wikipedia

 

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Citrus aurantium - Pomeranze, Bitterorange
Citrus aurantium - Pomeranze, Bitterorange


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Spacer Die Pomeranze liefert der Parfümerie drei sehr wichtige Duftbausteine.


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Spacer Synephrin ist ein in der Bitterorange vorkommender Stoff, der als Fatburner vermarktet wird. Es werden ähnliche Effekte wie bei dem pharmakologisch verwandten Ephedrin versprochen, die tatsächliche Wirksamkeit ist allerdings sehr umstritten.


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Spacer Eine Fotosensibilisierung ist möglich, insbesondere bei hellhäutigen Personen.


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Kommission E:
- positive Bewertung (Schale).
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- negative Bewertung für die Blüten!

 

 

HEILPFLANZEN

Pomeranze, Bitterorange - Citrus aurantium

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Citrus aurantium (syn. Citrus vulgaris, Citrus bigaradia);
Pomeranzenbaum (syn. Bitterorange, Bigarade)
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Citrus aurantium - Pomeranze, Bitterorange
Citrus aurantium - Pomeranze, Bitterorange
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VORKOMMEN

Die Bitterorange hat ihren Ursprung im nordöstlichen Indien und den daran angrenzenden Teilen Chinas and Burmas. Von dort aus verbreitete sie die Pomeranze nordwärts nach Japan und westlich durch Indien ins Mittelmeergebiet. Europa erreichte sie ungefähr zu Beginn der christlichen Zeitrechnung. Die Bitterorange ist die erste Citrus-Art der Neuen Welt.
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MERKMALE

Die Bitterorange wächst als immergrüner, bis zehn Meter grosser Baum mit einer runden Krone. Die Zweige sind in den Blattachseln mit Dornen besetzt, die meist dünn und kurz sind, an jungen, stark wachsenden Trieben aber auch fünf bis acht Zentimeter Länge erreichen können. Die ovalen Blätter enden in einer etwas ausgezogenen, aber stumpfen Blattspitze und sind am Blattgrund abgerundet bis keilförmig zulaufend. Die Blätter enthalten Öldrüsen, der Geruch des Öls (Petitgrain) wird als angenehm empfunden. Die weissen Blüten duften ebenfalls stark. Die Früchte sind rundlich, etwas abgeplattet, die im reifen Zustand leuchtend orange Schale ist dicker und unebener als die der Orange.
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DROGEN (verwendete Pflanzenteile)

1. Aurantii flos (syn. Flores Aurantii., Flores Naphae); Pomeranzenblüten (syn. Orangenblüten, Neroliblüten, Bigaradeblüten), die getrockneten Blüten.
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2. Aurantii pericarpium (syn. Pericarpium Aurantii amari, Flavedo Aurantii amari, Aurantii amari flavedo); Pomeranzenschale (syn. Bittere Orangenschale, Bigaradeschale), die getrocknete, durch Abschälen gewonnenen und vom schwammigen, weissen Gewebe befreite äussere Schicht der Fruchtwand.
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WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE

1. Aurantii flos - Die Droge enthält 0,2 bis 0,5 % ätherisches Öl, in dem bis heute ungefähr 100 Komponenten, vorwiegend Terpene, nachgewiesen wurden. Im Weiteren sind Bitterstoffe und Hesperidin vorhanden.
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2. Aurantii pericarpium - Ätherisches Öl mit bis zu 2,5 % mit Limonen als Hauptkomponente (90 bis 95 %). Für den charakteristischen Geruch massgeblich verantwortliche Substanzen sind Aldehyde (etwa 0,8 % z.B. Citral, n-Nonanal, n-Decanal und n-Duodecanal) und Ester (ca. 2,5 % z.B. Linalylacetat, Geranylacetat, Citronellylacetat und Decylpelargonat).
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NaringinFlavonoide: Bitter schmeckende Glykoside (Neohesperidin und Naringin) sowie geschmacklose Glykoside wie Hesperidin und Rutin sowie höher methoxylierte Flavonoide wie Sinensetin, Nobiletin und Tangeretin.
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Weitere Bestandteile sind: Limonoide, Cumarine (auch Furanocumarine), grössere Mengen an Pektin.
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PHARMAKOLOGIE

Untersuchungen zur Wirksamkeit von Extrakten aus Bitterorangen liegen keine vor. Wegen des bitteren Geschmacks der Droge ist davon auszugehen, dass eine den Appetit steigernde und die Verdauung fördernde Wirkung resultiert.
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ANWENDUNG

Kommission E (Aurantii pericarpium):

  • Anwendungsgebiete: Appetitlosigkeit; dyspeptische Beschwerden.
  • Nebenwirkungen: Eine Fotosensibilisierung ist möglich, insbesondere bei hellhäutigen Personen.
  • Art der Anwendung: Zerkleinerte Droge für Aufgüsse; andere bitterschmeckende galenische Zubereitungen zum Einnehmen.
  • Dosierung Tagesdosis: Droge: 4 bis 6 g; Tinktur (entsprechend DAB7): 2 bis 3 g.
Gebräuchlich ist die Verwendung als Tinktur oder alkoholisch-wässiger Extrakt.
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Teebereitung: 2 g Bitterorangenschale (1 Teelöffel) mit einer Tasse siedendem Wasser übergiessen und nach 10 bis 15 Minuten durch ein Teesieb zu geben. Eine halbe Stunde vor der Mahlzeit einnehmen. Die Pomeranze ist Bestanteil von Melisana Klosterfrau Melissengeist®, neben u.a. Melisse, Alant, Gelber Enzian, Engelwurz, Muskatnuss, Ingwer, Kardamom und Pfeffer
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SONSTIGES

In Spanien gab es spätestens im 11. Jahrhundert Pflanzungen von Bitterorangen. Die arabische Bezeichnung wurde ins Spanische und Portugiesische übernommen und ist der Ursprung des Wortes Orange.
Letzte Änderung: 06.08.2015 / © W. Arnold
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